Barbaren – Stilsuche

Ich bin seit ein paar Wochen dabei, meine Karten nochmal aufzuräumen. Und dabei ist mir wieder bewusst geworden, wie wahnsinnig inkonsistent mein Malstil ist. Ich werde mich wohl oder übel nochmal hinsetzen müssen und einheitliche Motive malen. Denn wenn ich so weitermache wie bisher, muss ich am Ende vermutlich mehrere verschiedene Spiele machen.

Die spannende Frage ist nun: in welche Richtung gehe ich am besten für mein aktuelles Spiel? Fühlt euch eingeladen, mir hilfreich zur Seite zu stehen.


cartoon
Einfache Cartoons/Doodles

Simpel und albern, wirklich überzeichnet. Komische Gesichter, überzogenste Proportionen, und das bisschen Licht/Schatten, das noch seinen Platz findet, folgt einfachsten Regeln. Hier kann ich einfach draufloszeichnen, Vorlagen brauche ich  eigentlich nicht, außer ich will etwas ganz Spezielles abbilden, wie etwa die linke Dame, heißgeliebte Heldin meiner Kindheit.


pinupcartoon
Pinup-Cartoons

So nenne ich diesen Zeichenstil, ich habe keine Ahnung, ob es den Begriff wirklich gibt. Das ist immer noch ziemlich comichaft, aber nicht ganz so überzogen, und deutlich detaillierter ausgearbeitet. Der Aufwand ist ungefähr doppelt so hoch wie oben.


realistischer
So realistisch, wie ich es kann

Bis auf meine heißgeliebten schwarzen Umrandungslinien ist das eigentlich kaum mehr comichaft. Weil die Vorlagen hier fast immer Fotos sind, fallen Schattenwurf, Proportionen und dergleichen halbwegs realistisch aus. Ich brauche dafür nicht unbedingt länger als für den Pinup-Zeichenstil, es sieht schlicht anders aus und passt oft nicht so recht nebeneinander.

Ein kleiner Exkurs zu dem Kollegen ganz links: Der ist Teil einer selbstauferlegten „Anti Whitewashing Kampagne“, mir war aufgefallen, dass sich fast ausschließlich Barbaren nordischen Typs in meinen Bildern herumtreiben. Ich bin mir aber noch nicht so ganz sicher, ob es wirklich clever von mir ist, daran etwas ändern zu wollen.

So kann es vermutlich passieren, dass ich mich dann auch noch dem Vorwurf stellen muss, rassistischen Quatsch zu treiben. Dabei ist es dann vermutlich sogar egal, dass alle Figuren mit einem barbarischem Erscheinungsbild daherkommen. Genauso wie meinen hin und wieder auftretenden Kritikern offenbar egal ist, dass alle Figuren spärlich bekleidet sind und dämlich überzogene Posen einnehmen, nicht nur die Frauen. Und insbesondere ist es gar nicht so einfach, einen Cartoon von einem Schwarzen zu zeichnen, den ich als Zeichner selbst nicht rassistisch finde.


Was denkt ihr? Was passt am besten? Oder: was sieht schlicht besser aus?

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3 Gedanken zu “Barbaren – Stilsuche

  1. Bin gespannt, was für Rückmeldungen kommen. Ich als Noop erkenne aber keinen wirklich große Unterschied. Mir gefällt es auch wenn ein bisschen übertrieben wird. In dem Sinne, ich plädiere für einfach Cartoons/Doodle.

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  2. Ich finde auch den einfachen Cartoon Stil für Spiele am Besten geeignet. Egal wie oft man sich die Bilder anschaut, man muss einfach schmunzeln und sie werden nicht langweilig. Generell ganz gute Attribute für deine Vorhaben. Ansonsten freue ich mich sehr über ethnische Diversifikation, wobei es natürlich, wie du es sagst, eine Gratwanderung zwischen Klischees ist. Aber ich denke solange genug Ironie eingebaut wird, geht es klar.

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