Angespielt – King of New York

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Bild von der Verlagsseite

In King of New York schlüpfen wir in die Rolle von comichaften Monstern, verwüsten die Stadt, wehren uns gegen das Militär und hauen uns gegenseitig auf die Mütze. Ein lustiges Thema, das sogenannte Nerdgasms auslöst. Wer wollte nicht schon immer mal Godzilla sein? Es ist der Nachfolger von King of Tokyo, spielerisch sehr ähnlich, aber mit ein paar zusätzlichen oder verbesserten Elementen.

Mechanisch ist es ein eher auf Spaß denn Grübeln ausgerichtetes Leichtgewicht, eine Kombination aus Kniffel und dem Schulhofspiel Schweinchen in der Mitte.


Wie funktioniert es?

Jeder Spieler erhält ein Monster, die in den verschiedenen Stadtteilen von New York herumlaufen und randalieren dürfen. Das Monster in Manhattan ist dabei das Schweinchen in der Mitte: Es bekommt die meisten Siegpunkte und teilt Schaden an alle anderen aus, dafür wird es aber auch von allen anderen Monstern verdroschen. Wird das zu riskant, darf man aus Manhattan fliehen, und der nächste muss in die Mitte.

Motor des Spiels sind 6 Würfel mit verschiedenen Seiten, die reihum geworfen und wie beim Kniffeln zweimal wiederholt werden dürfen:

  • Siegpunkte: wer drei solche Symbole sammelt, bekommt einen Siegpunkt und als Wanderpokal eine Starspieler-Karte, ab jetzt zählt jedes gewürfelte Siegpunktsymbol als Siegpunkt.
  • Energie: Dafür erhält man grüne Kristalle, mit denen man dann Upgrades für sein Monster kaufen kann.
  • Heilen: Dieses Symbol gibt einen Lebenspunkt zurück. Darf nicht in Manhattan verwendet werden.
  • Randale: die Gebäude und verteidigenden Soldaten sind unterschiedlich stark, um sie kaputt zu machen, braucht man diese Symbole. Und je nachdem, was man zerstört, bekommt man ebenfalls Leben, Siegpunkte oder Energie.
  • Prügeln: Klaut anderen Monstern Lebenspunkte, siehe oben.
  • Gegenangriff: Das ist der Fail, den man besser nicht würfeln sollte. Nun schießen die Soldaten zurück.

Das Spiel endet, wenn ein Spieler 20 Punkte erreicht oder der letzte Überlebende ist. Festgehalten wird das auf hübschen kleinen Spielertableaus mit Drehscheiben, und es dauert gefühlt eine halbe Stunde.


Wie fühlt sich das an?

Chaotisch, bescheuert und willkürlich. Genau richtig für diese Art von Spiel. 😉

Wir sammeln reihum gewürfelte Symbole, das ist ne Menge Glück, aber auch ein wenig Strategie. Sammle ich Energie, um mein Monster mutieren zu lassen? Würfle ich stumpf auf Siegpunkte? Oder versuche ich, den Mitspieler aus Manhattan rauszuprügeln, damit ich selbst dorthin darf? Beides funktioniert irgendwie, aber wesentlich spaßiger ist natürlich der aggressive Ansatz.

Dabei geht es dann sehr schnell ans Eingemachte, denn die zehn Lebenspunkte halten den Attacken nicht allzu lange stand, und im Nullkommanix fliegen die ersten Spieler raus. Die müssen dann untätig rumsitzen, aber das ist bei der kurzen Spieldauer wohl zu verschmerzen. Durch die Einer gegen Alle, Alle gegen Einen-Schadensverteilung sinken die Lebenspunkte ohnehin relativ gleichmäßig ab, und ist das erste Monster hinüber, folgen die anderen recht schnell nach.

Aber auch die Siegpunktleiste steigt wegen der Starspielerkarte teilweise rapide an, wenn die anderen Spieler nicht aufpassen und gegensteuern, sind die 20 Punkte schnell erreicht.

Einzig die Upgrade-Strategie erscheint gefühlt etwas benachteiligt: bis man genug Energie gesammelt hat, um eine gute Karte zu kaufen, und dann auch noch wirklich von ihr profitiert hat, ist das Spiel schon lange zu Ende. Das ist etwas schade, denn die Karten sind prinzipiell grandios und ein schönes Spielelement.


Wertung

Daumen hoch.

King of New York macht Spaß, ist kurzweilig und lustig. Auch das Material ist sehr hübsch, insbesondere die comichaften Kartenillustrationen sind total süß und helfen enorm bei der Immersion. Rrrraaaaarr! Fressen!

Mehr will das Spiel vermutlich auch gar nicht erreichen. Und meiner Meinung nach ist es auch deutlich besser als King of Tokyo. Es ist aggressiver und fühlt sich runder an.

Gerne wieder, in Punkten eine ungefähre 8/10.


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3 Gedanken zu “Angespielt – King of New York

  1. Ich mochte ja King of Tokio als Abschluss eines schönen Abends recht gern – nicht gross nachdenken, sondern aus dem Bauch heraus handeln 🙂 Da es bisher aber immer nur Freunde hatten, ist jetzt vielleicht wirklich eine gute Gelegenheit mit den Nachfolger zuzulegen…

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