Angespielt – Splendor

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Splendor, Bild von der Verlagsseite

Splendor (2014) ist ein einfaches, aber sehr cleveres Spiel aus der Kategorie Engine Building. Wir sammeln Edelsteine und kaufen damit Karten, die dabei helfen, teurere Karten mit immer mehr Siegpunkten zu erwerben.


Wie funktioniert es?

In jedem Zug wählen wir eine der folgenden vier Aktionen:

  • drei verschiedene Edelsteine nehmen
  • zwei gleiche Edelsteine nehmen, falls dann noch zwei übrig bleiben
  • eine Karte der Auslage mit Edelsteinen bezahlen
  • eine Karte für einen späteren Kauf auf die Hand nehmen, plus einen Joker

Die erworbenen Karten gewähren uns einen Preisnachlass für nachfolgende Käufe, der oben rechts abgedruckte Edelstein steht uns nun permanent zur Verfügung. Damit kommen wir dann günstiger an die teureren Karten, und die bringen nebenbei noch Prestige, also Siegpunkte. Das ist das angesprochene engine building, wenn auch eine sehr simple Variante.

Wer verschiedene Kombinationen von Karten gesammelt hat, erweckt das Interesse eines adligen Gönners, die bringen ebenfalls Prestige.

Wer 15 Prestige erreicht, gewinnt. Das war’s schon.


Wie spielt sich das?

Erfreulich einfache Regeln nach Orléans. Aber auch erstaunlich trickreich.

Aufs Timing kommt es an, man darf nicht zu viel Zeit mit den günstigen Karten verplempern. Wer zu spät auf die prestigeträchtigen Karten umschwenkt, kommt nicht mehr hinterher.

Außerdem sind die Edelsteine äußerst limitiert. Daher bietet es sich an, zumindest ein wenig darauf zu achten, was die Mitspieler wohl gerade sammeln, und ihnen Steine zu verwehren. Das wäre eine Art interaktive Komponente, aber größtenteils spielt man das eher solitär für sich.

Ein bisschen nachdenken muss man, abzählen, welches Angebot realistisch ist, ansonsten spielt sich Splendor sehr flott runter. Die meisten Züge dauern nur ein paar Sekunden, und man ist ständig wieder dran, die Downtime reicht oft kaum aus, um die nächste Aktion zu planen.


Bewertung

Es wundert mich nicht, dass Splendor auf der Nominierungsliste zum Spiel des Jahres gelandet ist. Die einfachen Regeln sind sofort verinnerlicht, aber Splendor dann auch gut zu spielen, das scheint nicht ganz so einfach. Da ist mehr Spiel drin, als man auf den ersten Blick meinen könnte. Sowas weiss ich zu schätzen, wie ihr bestimmt inzwischen wisst.

Die Komponenten sind hübsch, vor allem die erstaunlich schweren Chips der Edelsteine. Nur die Verpackungsgröße ist etwas übertrieben, schaut euch mal das Foto hier an. 😉

Obgleich ich das Spiel für sehr gelungen halte, irgendwas fehlte mir, der Funke sprang nicht über. Daher spare ich mir eine Bewertung in Zahlen. Aber die ist ja eh immer nur „gefühlt“.

Ich denke, ich würde mich weiteren Spielrunden nicht verweigern, aber ich würde vermutlich auch nicht danach fragen, und ich verspüre auch keinen Drang, es selbst zu kaufen.

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4 Gedanken zu “Angespielt – Splendor

  1. Ich habe das gleiche Gefühl zu Splendor
    Einfache Regel, schneller Einstieg, aber leider sehr wenig interaktion außer, dass man sich ärgert wenn jemand einem einen Karte wegschnappt.
    Mir sind die Spielerunden zu stumm. Jeder sitzt grübelt, macht seinen Zug – Nächster .
    Meine Spielerunden lieben es besinders am Ende wenn das Gefühl aufkommt: ich kann schon mit meiner Kartenauslage alles kaufen – aber meistens ist es in diesem Moment schon vorbei.
    Man kann natürlich den Zielwert höher legen, hat jemand damit Erfahrungen?

    Gefällt mir

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