Neues von der Spieldesignerfront

Ich habe in den letzten Wochen meine Freizeit genutzt, um ein neues Strategiespiel aus dem Boden zu stampfen, und mit bereits vorhandenen Bildchen einen Prototypen gebastelt.

Arbeitstitel: A Game of Thrones 😉

Drei Adelsfamilien kämpfen mit den genretypischen Mitteln (Burgen und Armeen ausbauen, Länder erobern, Schlachten führen und dergleichen) um die Vorherrschaft. Die Besonderheit dieses Spiels ist aber, dass die Spieler nicht nur, wie sonst üblich, eine einzelne der Adelsfamilien steuern, sondern alle Familien beeinflussen können.

Sie sind die „grauen Eminenzen“ im Hintergrund, und verfolgen eigene, geheime Ziele.

Zum Beispiel:

Peter Rustemeyer

Alle Ziele sind dreigeteilt, und der Spieler darf selbst entscheiden, wann er sein Ziel einlöst. Erfüllt er eine Bedingung, gibt es einen Siegespunkt, bei zweien drei, erfüllt er die ganze Karte, gibt es sogar acht. Danach zieht er ein neues „geheimes Ziel“.

Erreicht ein Spieler 15 Siegespunkte, endet das Spiel.

Die Ziele sind meist so formuliert, dass man einer Familie auf dem Weg zur Macht helfen sollte, es kann aber gut sein, dass man beim nächsten Ziel auf einmal die Familie unterstützen muss, die man eben „in den Staub getreten“ hat.

Spielbrett und Spielmaterial

Peter Rustemeyer

Oben die Rangleiste der Adligen: jede Famile hat drei Adlige, die militärische, ökonomische oder politische Anliegen haben, je nachdem, wo sie sich auf der Rangleiste befinden (Schwert, Goldbeutel, Siegel).

Vorgedruckt ist die Startaufstellung, das mischt sich dann sehr schnell durch, und es gibt auch geheime Ziele, die sich auf die Rangleiste beziehen, etwa alle roten Adligen nach links zu sortieren, oder alle blauen auf Siegel-Symbole.

In der Mitte das Königreich. Die drei Familien haben für ihre Gegner unbetretbare Startzonen (rot, blau und grün), dazwischen liegen Herzogtümer, die es zu erobern gilt, und Orte, an denen Burgen gebaut (und belagert) werden können.

Die Startaufstellungen an Burgen und Soldaten sind vorgedruckt: Burgen sind einfach bunte Würfel (je höher die Augenzahl, desto größer die Burg). Soldaten sind die kleineren Marker.

Daneben gibt es Platz für die Spielkarten. Links die Mittel, mit denen man den Adligen der drei Familien bei ihren Anliegen helfen kann (natürlich nur, damit das eigene Ziel erreicht wird), rechts Intrigenkarten (starke, aber zufällige Einmalaktionen) und geheime Ziele.

Ungefährer Ablauf

Nehmen wir an, mein momentanes Ziel ist es, dass Grün das graue Land in der Mitte erobert (das rechte Ziel auf dem Bild oben). Dann muss ich dafür sorgen, dass Grün eine Armee hat, die das kann, und dass Rot und Blau nicht ebenfalls in die Mitte stürmen (wenn meine Mitspieler mein ungefähres Ziel erraten, versuchen sie natürlich, das genaue Gegenteil zu erreichen, zusätzlich zu ihrem eigenen geheimen Ziel).

Ich würde also versuchen, die grünen Adligen auf Goldbeutel-Felder in der Rangleiste zu manövrieren (dann haben sie ökonomische Interessen), und sie dann mit grünen Goldbeutelkarten zu füttern, damit sie ihre Burgen ausbauen und Armeen ausheben.

Danach müssen die grünen Adligen auf Schwert-Felder in der Rangleiste (dann haben sie militärische Interessen), und marschiere mit ihren Soldaten in die Mitte. Mit meinen roten und blauen Mitteln versuche ich, die roten und blauen Soldaten aus der Mitte fernzuhalten, und außerdem den Eindruck zu erwecken, ich hätte ein ganz anderes Ziel.

Da meine Mitspieler eigene Ziele haben, man nicht immer die passenden Mittel hat und es auch nicht immer hinbekommt, die Rangleiste sinnvoll zu sortieren, entstehen Verzögerungen und Probleme, die mich dazu zwingen können, mein Ziel vorzeitig (für weniger Siegespunkte) oder gar komplett aufzugeben.

Genauer Ablauf

Voll geheim. 😉

Und ändert sich vor allem momentan noch nach jedem Testspiel. Die grundsätzliche Mechanik funktioniert schon wunderbarst, aber das Feintuning wird noch geraume Zeit in Anspruch nehmen.

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